AT007 Kultur Shock – Ehrlichkeit mit Haltung

Kultur Shock ist eine Band, die in den 90ern gegründet wurde, in den USA, in Seattle. Mit dabei: Srđan Jevđević alias Gino (Foto: Almin Zrno), in seiner damals noch jugoslawischen Heimat war er bekannt mit seiner damaligen Band Gino Banana. Mit ihm hat Chaspa gesprochen, für die Talk-Reihe vom BalkaNET e.V. Ming(R)a-Talks. Hier könnt ihr – mit freundlicher Genehmigung vom BalkaNET – das Gespräch in voller Länge hören, in dem Gino über den Sinn und Unsinn von kommerziellem Erfolg in der Musikbranche spricht und über Aktivismus als Musiker. Hier die im Podcast versprochenen Links:

Kultur Shock bei Spotify:

https://open.spotify.com/embed/artist/375M0kA14wq7ILBObdszNf?utm_source=generator

https://www.eventbrite.de/e/kultur-shock-25-years-more-shock-than-kultur-europa-tour-22-tickets-328940589157

Und hier der Link zum kostenfreien Atti-Tune-Benefizabend ohne Eintritt fürs Bellevue di Monaco: https://fb.me/e/2wJi8ASZ3

AT006 Pussy Riot - Im Krieg lauter denn je

Pussy Riot – eine Band, ein Künstler-Kollektiv, das in den letzten Jahren in Russland Haltung bewiesen hat und dafür in Kauf genommen hat, dass einzelne Mitglieder des Kollektivs immer wieder ins Gefängnis mussten, vor allem wegen der Aktion in der orthodoxen Kirche vor zehn Jahren, wo sie gegen Putin und die russische Kirche ansangen.

Mitte Mai ’22 waren sie zu Gast in den Münchner Kammerspielen – und was sie dort boten, war mehr als ein Konzert. Es war ein Konzert kombiniert mit eine starken Videopräsentation, die bei jedem Stück im Hintergrund zeigte, was die Lead-Sängerin und Aktivistin Maria Aljochina in ihrer Zeit im Gefangenenlager erleben, erdulden musste. Ich war dort und hab mich mit ihrer Band-Kollegin Olga Borisowa kurz unterhalten und deren spannende Podiumsdiskussion verfolgt. Und darin fordert Pussy Riot vor allem eins: Einen Boykott von russischem Öl- und Gas.

AT005 Andrei Vinnik – Lyrik und Musik mit Haltung

Andrei Vinnik ist ein toller Pianist und Sänger, den ich im Import-Export in München kennengelernt habe. Bei der Singer-Songwriter-Session spielte er drei Lieder, die Musik stammte von ihm, die Texte allerdings nicht. Er nimmt lyrische Texte, Gedichte von bekannten LyrikerInnen wie Bertolt Brecht oder Hannah Arendt und denkt sich eine Melodie dazu aus und singt sie mit Klavierbegleitung. Darüber hab ich mich mit ihm unterhalten und auch über seine russischen Wurzeln und darüber, wie er seit Kriegsbeginn zu seinem Land steht.

Ihr wollt auch mal zur Singer-Songwriter-Session kommen? Hier der Link: https://www.facebook.com/openstagesession

AT003 Titus Waldenfels und die Kleinkunstbühnen der Welt

Titus Waldenfels ist ein Multiinstrumentalist, in seinem Wohnzimmer türmen sich die Gitarren, Geigen, Streichinstrumente liegen in den Ecken  – und Titus ist ein Musiker, der alle diese Instrumente spielen kann. Und sogar sehr gut spielen kann! So gut, dass er ständig gebucht wird: Bevor wir uns trafen, war er auf Reisen in Übersee, spielte dort jeden Abend in irgendwelchen kleinen Clubs. Zurück daheim steht er auch wieder auf der Bühne. Fünf Gigs pro Woche sind keine Seltenheit bei ihm. Titus lebt anscheinend auf Bühnen, auf den Kleinkunstbühnen dieser Welt. In dieser Episode erzählt er, wie er das schafft und – was er in den letzten zwei Jahren getan hat, als das nicht immer ging. (Copyright Foto: Tibor Bozi)

AT001 Ellis Prince White - Storytelling durch Musik

Ellis Prince White gehört zu den Musikerinnen und Musikern, die eine gemeinsame Band gegründet hatten und die über das Münchner Migrations- und Kulturzentrum Bellevue di Monaco zueinander fanden. Der Name der Band:  Vue Belle. Die Mitglieder: Geflüchtete wie auch MünchnerInnen. In diesem Podcast erzählt Ellis Prince White über die Arbeit in dieser Band und auch über seine musikalische Arbeit an seinem Soloprojekt – in der er auch seine eigene Geschichte nicht verschweigt. Fürs Foto befindet sich Ellis Prince White auf dem Fußballplatz auf dem Dach des Gebäudes vom Bellevue di Monaco. (c) Ellis Prince White

Hier sein YouTube-Kanal

Und hier der YouTube-Kanal der Band Vue Belle

AT029 Orchester con anima: Integration durch Musik

Screenshot von unserem Gespräch, rechts im Bild: Badreesh und Carola

Das Freiburger Orchester Con Anima ist ein Orchester, indem grundsätzlich jede und jeder mitspielen kann, unabhängig von der musikalischen Ausbildung und: unabhängig von der Herkunft. 2018 wurde das Orchester gegründet, seither spielen hier Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen, darunter auch Geflüchtete. Einige mussten die Instrumente erst erlernen, wie zum Beispiel Badreesh, der aus Indien stammt und in Freiburg durch das Geigenspiel und im gemeinsamen Musizieren mit dem Orchester auch das Selbstbewusstsein fand, sein Können bei einer Aufführung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich rede mit Badreesh und mit der Musikerin und Gründerin Carola Christ in meinem Podcast Atti-Tune unter anderem über die Gründe, warum das Orchester con anima überhaupt entstand.

AT028 Konstantin Dupelius – Traumaverarbeitung mit Musik

Konstantin Dupelius beschreibt sich auf seiner Webseite mit drei Worten: Klavier, Elektronik und Komposition. Seine Fähigkeiten konnte er bereits durch mehrere Werke beweisen, wie zum Beispiel durch seine Mitarbeit bei der Komposition der Oper “1000 Kraniche” bei den Salzburger Festspielen. Doch er verfolgt mit seiner Arbeit nicht nur musikalische Ziele, sondern auch politische: Bei einem künstlerischen Projekt will er, gemeinsam mit einem Kollektiv, sich mit “zentralen politischen Fragen im internationalen Kontext” auseinandersetzen – und arbeitet mit Künstlerinnen und Künstlern aus Bosnien-Herzegowina und Ruanda zusammen. Wie die Idee entstanden ist, wie die Zusammenarbeit funktioniert erzählt er in dieser Atti-Tune-Podcast-Episode. (Foto: Rebecca ter Braak)

AT025 Musicians for solidarity: Klassikmusik ohne Grenzen

Ein Screenshot unseres Gesprächs

Der Wettbewerb in der professionellen klassischen Musik ist oft hart, jede und jeder will immer das Beste zeigen, will beweisen, dass sie oder er grandios musizieren kann, dass sie entsprechendes Talent haben. Und dass sie ihren Preis, ihre Bezahlung auch verdient haben. Doch darum geht es den Musicians for solidarity nicht. 5 junge Musikerinnen und ein Musiker haben sich im letzten Jahr zusammengetan, um gegen diesen Konkurrenzdruck ein Zeichen zu setzen. Deren Argument: Wir können alle wunderbar musizieren, aber – wir können auch ohne beruflichen Druck Menschen glücklich machen. Davon profitieren konnten dann Berufskolleginnen oder auch Geflüchtete. Wie und warum erfahrt Ihr von Samira und Karolin im Atti-Tune-Podcast.

AT021 Musical Storytelling: Musik-Workshop für Geflüchtete

AT020 Musik in der Corona-Krise: Künstler und Veranstalter in den Lockdown-Monaten 2020

Zerstört Corona unsere Musik-Kultur? Das war oder ist immer noch eine zentrale Frage von Fans, von Veranstalerinnen und Veranstaltern und von Musikerinnen und Musikern seit einigen Monaten. Ich hatte mich ab März immer wieder Mal mit einigen von ihnen unterhalten, außerhalb der üblichen Episoden und dazu jeweils kürzere Podcasts veröffentlicht. In dieser Sommerepisode habe ich ein paar Gespräche zusammengeschnitten – als fast schon zeitgeschichtlicher Rückblick auf die die erste Jahreshälfte 2020, in der Musikerinnen und Musiker Haltung zeigen mussten, auch um weiter zu bestehen. Die Band Deitsch, das Projekt “Sing ein Lied in Deiner Stadt”, die Glockenbachwerkstatt und ein Bamberger Nachbarschaftsprojekt erzählen, wie sie mit der Situation umgegangen sind.