AT028 Konstantin Dupelius – Traumaverarbeitung mit Musik

Konstantin Dupelius beschreibt sich auf seiner Webseite mit drei Worten: Klavier, Elektronik und Komposition. Seine Fähigkeiten konnte er bereits durch mehrere Werke beweisen, wie zum Beispiel durch seine Mitarbeit bei der Komposition der Oper “1000 Kraniche” bei den Salzburger Festspielen. Doch er verfolgt mit seiner Arbeit nicht nur musikalische Ziele, sondern auch politische: Bei einem künstlerischen Projekt will er, gemeinsam mit einem Kollektiv, sich mit “zentralen politischen Fragen im internationalen Kontext” auseinandersetzen – und arbeitet mit Künstlerinnen und Künstlern aus Bosnien-Herzegowina und Ruanda zusammen. Wie die Idee entstanden ist, wie die Zusammenarbeit funktioniert erzählt er in dieser Atti-Tune-Podcast-Episode. (Foto: Rebecca ter Braak)

AT027 Ferocious Dog: Musicians with social attitude

Die britische Folk-Punk-Band Ferocious Dog gibt es eigentlich laut Wikipedia schon seit den 90ern, sie spielten am Anfang Coversongs in den Pubs. Vor ein paar Jahren erst haben sie dann aber ihre ersten Alben veröffentlicht und dann waren irgendwann mal die Pubs zu klein. Sie spielen normalerweise in großen Hallen und bei vielen Festivals in Großbritannien. Außerdem sind die Bandmitglieder, vor allem Sänger und Gitarrist Ken und Geiger Dan sehr engagiert im sozialen Bereich. Das könnte was zu tun haben mit Kens und Dans Familiengeschichte, Ken ist der Stiefvater von Dan. Im Gespräch für diesen Podcast hat Dan dazu einiges erzählt, sehr ehrlich und sehr persönlich über seine Eltern – und über seinen verstorbenen Bruder Lee.

AT026 David Saam: Volxmusik made in Franken

David Saam (hier rechts im Bild) ist ein Alleskönner: Er spielte und spielt immer noch in vielen Bands, hat sich viele Künstlernamen zugelegt und alles mit einem Ziel: Seiner Heimat eine Stimme zu geben, die über alle Generationen auch gehört wird. So hat er auch das jährliche Musikfestival “Antistadl” mitinitiiert, wo Bands aus Franken oder mit Verbindungen zu Franken spielen und er – gemeinsam mit seinem Kompagnon – den Abend moderiert unter den Namen Marihuanne und Kiffae. Das Festival wollte zu Beginn den Musikantenstadl persiflieren, heute sagt David: “Wir haben gewonnen, den Musikantenstadl gibt es nicht mehr”. Aber warum macht David das – auch noch in Corona-Zeiten? Das erzählt er im Podcast Atti-Tune.

AT025 Musicians for solidarity: Klassikmusik ohne Grenzen

Ein Screenshot unseres Gesprächs

Der Wettbewerb in der professionellen klassischen Musik ist oft hart, jede und jeder will immer das Beste zeigen, will beweisen, dass sie oder er grandios musizieren kann, dass sie entsprechendes Talent haben. Und dass sie ihren Preis, ihre Bezahlung auch verdient haben. Doch darum geht es den Musicians for solidarity nicht. 5 junge Musikerinnen und ein Musiker haben sich im letzten Jahr zusammengetan, um gegen diesen Konkurrenzdruck ein Zeichen zu setzen. Deren Argument: Wir können alle wunderbar musizieren, aber – wir können auch ohne beruflichen Druck Menschen glücklich machen. Davon profitieren konnten dann Berufskolleginnen oder auch Geflüchtete. Wie und warum erfahrt Ihr von Samira und Karolin im Atti-Tune-Podcast.

AT024 Deutsche Chorjugend: Zusammen singen wir stärker

Die Deutsche Chorjugend schaffte im Lockdown im Frühjahr 2020 einen Rekord: In Koproduktion mit dem Sächsischen Chorverband bewegte sie über 1.000 Sängerinnen und Sänger dazu, an Deutschlands größtem virtuellen Chor teilzunehmen, um das neu komponierte Stück “#zusammenSINGENwirSTÄRKER” zu vertonen – seit Anfang Mai ist der Chor online abrufbar. Im Herbst wurden sie dann auch mit dem Opus Klassik geehrt mit dem Sonderpreis für die “herausragende Kreativleistung während der Pandemie”. Nina Ruckhaber und Maximilian Stössen von der Chorjugend waren an der Organistation des Ganzen beteiligt und erzählen im Podcast etwas über die Hintergründe und über andere Aktivitäten, mit denen der Verband immer wieder auch gesellschaftspolitische Haltung zeigt.

AT023 RAD Music International: Band-Projekt auf der griechischen Insel Lesbos

Rouddy Kimpioka ist vor einigen Jahren als Geflüchteter aus dem Kongo auf der griechischen Insel Lesbos gelandet. In seinem Heimatland hat er die Musik gebraucht – auch als Mittel, um aus der dortigen Situation zumindest musikalisch zu entfliehen. Auf Lesbos suchte er sich dann andere Geflüchtete, die einen ähnlichen Hintergrund hatten. Gemeinsam mit Einheimischen starteten sie das Band-Projekt RAD Music International. Rouddy lebt immer noch auf Lesbos und das Band-Projekt war auch im Krisenjahr 2020 aktiv und konnte inzwischen einige Fans gewinnen. Doch nicht alle Insel-Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen Rouddy und die anderen musikalischen Geflüchteten … Rouddy spricht über die Hintergründe und über seine Motivation in diesem Podcast. (Musikvideo auf YouTube von RAD Music “Un metre de distance”)

AT022 Andrea Pancur: Jiddische Musik aus Bayern




Andrea Pancur ist eine Allrounderin: Kulturmanagerin, Workshopleiterin und Musikerin, für viele bekannt als Mitglied der bayerisch-jiddischen Gruppe Alpen-Klezmer. Eines haben ihre verschiedenen Tätigkeiten gemein: Überall spielt ihre Leidenschaft für jiddische Musik und Kultur eine große Rolle. Dabei hat sie selbst keine jüdischen Wurzeln, allerdings slowenische. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, erzählt die Musikerin mit Haltung in meinem Podcast Atti-Tune. Foto: Manu Miethe

AT021 Musical Storytelling: Musik-Workshop für Geflüchtete

AT020 Musik in der Corona-Krise: Künstler und Veranstalter in den Lockdown-Monaten 2020

Zerstört Corona unsere Musik-Kultur? Das war oder ist immer noch eine zentrale Frage von Fans, von Veranstalerinnen und Veranstaltern und von Musikerinnen und Musikern seit einigen Monaten. Ich hatte mich ab März immer wieder Mal mit einigen von ihnen unterhalten, außerhalb der üblichen Episoden und dazu jeweils kürzere Podcasts veröffentlicht. In dieser Sommerepisode habe ich ein paar Gespräche zusammengeschnitten – als fast schon zeitgeschichtlicher Rückblick auf die die erste Jahreshälfte 2020, in der Musikerinnen und Musiker Haltung zeigen mussten, auch um weiter zu bestehen. Die Band Deitsch, das Projekt “Sing ein Lied in Deiner Stadt”, die Glockenbachwerkstatt und ein Bamberger Nachbarschaftsprojekt erzählen, wie sie mit der Situation umgegangen sind.

AT019 Musik aus Bayern, Anatolien und Tennessee gegen Rassismus: Lucile and the Rakibuam

Die Band Lucile and the Rakibuam hätte im Februar anlässlich des rechtsextremen Anschlags in Hanau spielen sollen. Doch dann kam Corona. Im Juli konnten sie es dann nachholen, mit Erfolg. Mit dem Konzert konnten sie ein Zeichen setzen dafür setzen, dass faschistische Anschläge nicht ignoriert werden dürfen. Ich habe mich mit dem Sänger und Percussionisten der Band Tuncay Acar eine Stunde lang unterhalten. Tuncay ist in München stadtbekannt als Musiker, aber auch als Veranstalter. In dem Gespräch plädiert er offen für den Kampf gegen Rassimus, der schon im Kleinen beginnen muss.